Jetzt ist er doch noch gekommen, der Winter. Nachdem an Weihnachten Haselnusssträucher und Erlen bereits begannen, den Frühling einzuläuten, durften wir die letzten Tage das erleben, was zu meiner Jugend ganz normal war: Schnee und Kälte. Solange die Heizung funktioniert und kein Stromausfall für ungemütliche Wohnungen sorgt, konnten viele die Winterlandschaft genießen.
Mit frischem Elan sind wir in das neue Jahr gestartet und wollen uns gemeinsam mit Ihnen wieder für eine klimafreundliche Energieversorgung und Mobilität einsetzen. Womit wir gleich beim Thema und erfreulichen Entwicklungen im vergangenen Jahr angelangt sind.
Im letzen Jahr hat sich die Zahl der Balkonkraftwerke in Deutschland auf über eine Million erhöht. In Zusammenhang mit den zunehmenden geopolitischen Auseinandersetzungen tut jeder gut daran, selbst möglichst viel für seine sichere Energieversorgung zu tun.
Nachdem Strom nur für einen kleinen Teil unsere Energieversorgung zuständig ist, wird es immer wichtiger sich auch um die anderen klimafreundlichen Energieträger wie Wasserstoff und E-Fuel zu kümmern. Im vergangenen Jahr sind die CO2-Emissionen im Verkehr sogar gestiegen und erhöhen den Handlungsdruck. Dazu passt ein Gastbeitrag von Michael Trapp aus Nonnenhorn. Er hat die Rolle von Methanol für eine klimafreundliche Energieversorgung analysiert.
Zur Jahreswende überschlugen sich die Nachrichten aus China zu neuen Großprojekten für die Produktion von grünem Methanol und Wasserstoff. Für die Chinesische Regierung haben diese Technologien höchste Priorität. Da ist es schon verwunderlich, dass Deutschland beim Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur Achterbahn fährt. Winfried Hamann berichtet über eine Petition, die die Politik auffordert, den aktuellen Abbau der ersten Generation an Wasserstofftankstellen zu stoppen.
Da ist es schon eine bemerkenswerte und schöne Nachricht, dass das Konstanzer Unternehmen RCT-Power jetzt in das Thema Wasserstoff einsteigt und gemeinsam mit einem chinesischen Partner die Produktion von Elektrolyseuren in Deutschland aufbaut. So entstehen die so dringend notwendigen Arbeitsplätze der Zukunft.
In meinem letzten Beitrag des ersten Newsletters 2026 geht es um die Elektromobilität. Während sich bei uns die Berichterstattung nur über den Ausbau des Stromnetzes, den Aufbau von möglichst vielen Schnellladesäulen und das bidirektionale Ladens dreht, baut der weltweit größte Hersteller von Batterien in China Batterie-Wechselstationen für Pkw und Lkw auf. Das macht unglaublich viel Sinn.
Vielleicht schaffen Deutschlands Politik und Konzerne in diesem Jahr einen Blick nach China, um zu erkennen, wie eine ganzheitliche Strategie aussieht.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein erfolgreiches, gesundes und friedliches Neues Jahr
Ihr e2connect Team


