Am 28. März 2026 um 20.30 Uhr Ortszeit ist es wieder so weit: Zur Earth Hour gehen weltweit für eine Stunde die Lichter aus. Die Aktion soll daran erinnern, dass wir besser mit unserem Planeten umgehen müssen – ein gemeinsames Zeichen für Umwelt- und Klimaschutz.
Das Licht auszuschalten ist sehr einfach.
Ein Schalter, und es wird dunkel.
Genauso selbstverständlich ist es, dass es danach wieder hell wird. Strom ist da, wann immer wir ihn brauchen.
Wir haben uns daran gewöhnt, rund um die Uhr mit Energie versorgt zu werden – und wir brauchen sie auch. Computer, Maschinen, Küchengeräte, Beleuchtung, Wärme, Kommunikation. Unser Alltag funktioniert nur, weil jederzeit Strom verfügbar ist, tagsüber genauso wie nachts.
Ein Teil unserer Energie stammt inzwischen aus erneuerbaren Quellen, vor allem dann, wenn Sonne und Wind genug liefern. Gleichzeitig ist unser Bedarf hoch, und noch immer kommt ein großer Anteil aus fossilen Rohstoffen.
Damit bleiben wir abhängig.
Von Öl, von Gas, von Kohle.
Von Märkten, Lieferketten und politischen Entwicklungen.
Und gerade in einer Weltlage wie der aktuellen wird deutlich, wie verletzlich dieses System ist.
Dabei fehlt es nicht an Möglichkeiten, es anders zu machen.
Erneuerbare Energien, Speicher und moderne Netze können eine zuverlässige und klimafreundliche Versorgung leisten. Entscheidend ist, dass wir diesen Weg schneller und konsequenter gehen.
Vielleicht liegt genau darin der eigentliche Gedanke hinter der Earth Hour.
Nicht die eine Stunde im Dunkeln ist entscheidend, sondern die Erinnerung daran, dass wir unseren Energiebedarf dauerhaft decken müssen – und zwar so, dass wir Schritt für Schritt unabhängiger und klimafreundlicher werden.
Unabhängig zu sein heißt nicht, weniger Energie zu brauchen.
Unabhängig zu sein heißt, sie selbst erzeugen zu können. Verlässlich, bezahlbar und möglichst klimafreundlich.
Aus einer Stunde für die Erde wird mehr werden müssen.
Nicht als Zeichen, sondern als Aufgabe für jeden von uns!
Nicht für einen Abend, sondern für immer.
Wenn wir selbst uns nicht verändern und handeln, wird es schmerzhaft werden.
Titelbild: Petra Boeger, KI generiert


