Die steigenden Preise beherrschen die Schlagzeilen und die politische Debatte – Benzin, Diesel, Kerosin, Erdgas, Kunstdünger, Lebensmittel und so weiter. Dabei ist bei uns alles verfügbar – noch. Ganz anders in asiatischen Ländern. So hat die südkoreanische Regierung seine Bevölkerung aufgerufen, kürzer zu duschen und nur am Wochenende die Waschmaschine zu nutzen. Das wäre mal ein Vorschlag für die Botschaften unserer Regierungsmitglieder. In Laos sind 40 Prozent der Tankstellen geschlossen. Der Nachschub an Öl und Gas ist in diesem Teil unserer Erde bereits stark eingeschränkt und mit der Zerstörung von Produktionsanlagen wird sich das auch nicht so schnell ändern.
Unsere Beiträge in dieser Woche setzen sich folgerichtig damit auseinander, ob und wie wir uns an Veränderungen anpassen können, bei der Verknappung von Öl und Gas wie beim Klimawandel.
Mit dem Klimaschutzgesetz von 2021 hätten wir schon vor Jahren anfangen müssen, den Verbrauch an fossilem Sprit zu reduzieren, etwa vier Prozentpunkte pro Jahr, um dann 2045 bei Null zu sein. Das erste und einfachste Mittel wäre eine Tempolimit auf Autobahnen. Winfried Hamann wundert sich in seinem Beitrag, wie sich bis heute unsere Politiker vor diesem Thema drücken.
Zur „Earth Hour“ am 28. März gehen weltweit für eine Stunde die Lichter aus. Petra Boeger nimmt die Aktion zum Anlass, über unseren Umgang mit Energie nachzudenken – und darüber, warum es nicht beim Ausschalten des Lichts bleiben darf, wenn wir unabhängiger von fossilen Energien werden wollen.
Bei all dem „Nicht-Handeln“ kam mir Charles Darwin in den Sinn. Er hatte festgestellt, wie sich die Natur schnell an Veränderungen anpasst und das in dem Begriff „Survival of the Fittest“ zusammengefasst. Wie können wir uns auch an die sich gerade schnell verändernde Realität anpassen und gleichzeitig viele Vorteile genießen?
Eine recht einfache Anpassung ist, möglichst viel Strom selbst zu erzeugen. Hier machen wir gerade große Fortschritte und sollten die noch vielen offenen Chancen konsequent nutzen.
Ein Vorreiter für die Abkehr von fossilen Kraftstoffen ist Tesla. Dabei agieren sie möglichst unabhängig von der etablierten Fahrzeugindustrie und beherrschen die vertikale Integration der neuen Technologien in ihr Geschäftsmodell. Jetzt steht der Bau einer riesigen Produktionsanlage für Solarmodule an.
Georg Binder hat in der Gerüchteküche gehört, dass die Bayerische Regierung das Thema Atomkraft jetzt ganzheitlich umsetzt. Nächsten Mittwoch könnte es in den Medien dazu mehr Informationen geben.
Mit den vielen Ideen gelingt Ihnen sicherlich auch die Anpassung an das typische Wetter in den Osterferien. Vielleicht bringt der Osterhase auch ein Fläschchen des exzellenten E-Benzins mit. Dann kann dem klimafreundlichen Ausflug ins Grüne nichts mehr entgegen stehen.
Wir lassen nach den Osterferien wieder von uns hören und wünschen uns allen viel Zuversicht
Ihr e2connect Team
Titelbild: Petra Boeger, KI generiert


