Eine wichtige Zahl, die wir in den Schlagzeilen kaum finden: Der selbstverbrauchte Sonnenstrom erreicht immer neue Rekorde. Im letzten Jahr waren es fast 20 Milliarden Kilowattstunden, die nicht in Kohle- oder Erdgaskraftwerken erzeugt werden mussten.
Die Grafik aus den Energy Charts (Fraunhofer ISE) zeigt sehr schön die rasante Entwicklung der letzten Jahre, die sehr viel mit den niedrigen Preisen der Photovoltaik-Module zu tun hat:

Wie wird sich das weiter entwickeln?
Heute gibt es 5,7 Millionen Solaranlagen auf deutschen Dächern. Dazu kommen 1,2 Millionen Balkon-PV-Anlagen. Bei den insgesamt 41 Millionen Gebäuden, die es in Deutschland gibt, ist da noch ganz schön viel Luft nach oben. Ich denke dabei nicht nur an die Wohngebäude, sondern auch an die vielen Industrie- und Gewerbegebäude, die den Strom gut selbst nutzen können.
Man kann den Strombezug nicht ganz vermeiden und autark werden. Dafür scheint bei uns die Sonne nicht oft genug. Mit Batteriespeichern kann man in Wohnhäusern allerdings 60 – 80 Prozent Eigenverbrauch erzielen. Entscheidend ist nicht nur die Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten. Man muss auch nur noch 20 – 40 Prozent des teuren Stroms vom Energieversorger beziehen.
Für den Strom, der nicht ins Netz eingespeist wird, braucht man dann auch keinen teuren Ausbau des Stromnetzes. Wenn wir dann auch noch den eigenen Strom für das Laden der E-Fahrzeuge nutzen können, brauchen wir auch keinen Ausbau des Stromnetzes für die E-Mobilität.


