Ein E-Antrieb für Oldtimer? Frag nach bei Donald Duck

Nun gut: Zur Nachahmung ist Dagobert Ducks Lösung für den Umstieg seines legendären Oldtimers „313“ auf ein E-Auto nicht unbedingt zu empfehlen. Sympathisch ist aber die beabsichtigte „Aufklärung“ für seine wohl meist sehr junge Leserschaft trotzdem und das gleich aus zweierlei Gründen. Zum einen wird sie für die Bedeutung eines Themas sensibilisiert, das vermutlich auch ihre Eltern umtreibt und beschäftigt. Die haben zwar ein schickes Auto, mit dem die Kinder wahrscheinlich auch zum Kindergarten oder zur Grundschule gebracht und dort auch wieder abgeholt werden. Doch wieso soll es bald gegen ein anderes ausgetauscht werden?

Zum anderen zeigt die kleine Geschichte auch dies: Dass es ganz normal ist, wenn man sich an etwas gewöhnt hat und es ungern wieder hergeben oder gegen etwas anderes eintauschen möchte. Gleichzeitig kann so die Fantasie von Kindern angeregt werden, die dann ganz angestrengt nach Lösungen suchen, die vielleicht doch noch einen kompletten Verzicht auf die geliebte Puppe, des viel zu klein gewordene Fahrrad oder den längst kaputten Schulranzen vermeiden könnten. 

Im Fall des „Lustigen Taschenbuchs“ vom Walt Disney bekommen die Kinder möglicherweise auch schon eine Ahnung davon, dass es einen viel größeren, realen und sogar bedrohlichen Grund gibt, weshalb auch Donald Duck sein altes Auto „313“ nicht so weiter nutzen darf wie bisher: Der Klimawandel, der auch sie selbst, ihre Eltern und alle, die sie kennen, betrifft.

Bleibt zu hoffen, das die 10 nachfolgenden „energiegeladenen Geschichten“ – so der Autor des dicken Taschenbuchs – nicht allzu sehr von den vergeblichen und sehr lustigen Versuchen Donald Ducks ablenken oder sie gar vergessen lassen.

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Eine Antwort

  1. Die Geschichte von Donald und seinem E-313ist wirklich lesenswert. Interessant wie stark sich darin unsere aktuelle Welt widerspiegelt:
    Bei Windstille funktioniert Donalds Windantrieb nicht und Daisy marschiert mit den Neffen einfach zur nächsten Bushaltestelle
    Bei Regen bringen die Solar-Panele keinen Strom und das Auto bleibt stehen
    Der geldgierige Onkel Dagobert setzt zuerst auf Green Washing – grün anstreichen reicht für das Image und ein gutes Geschäft
    Die Neffen setzen voll auf die sozialen Medien um für grüne Autos zu werben
    Und die Ökofreaks malen Blumen auf die umgerüsteten Verbrenner
    Da sieht es zunächst schlecht aus für die Geschäfte von Dagobert, der dann aber doch noch mit dem Verkauf von grünen Modellautos viel Geld verdient

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