Wer die Gelegenheit hat, im Nebel spazieren zu gehen, wird vielleicht bemerken, dass bei diesen Hochdruckwetterlagen kein oder nur wenig Wind weht. Offensichtlich werden diese ausgeprägten Hochdruckwetterlagen immer häufiger. Zumindest ist das meine Erklärung für den Rückgang der Stromerzeugung aus Wind.
Zur Jahreswende gab es wieder viele Berichte zu den Erfolgen der Erneuerbaren Energie bei der Stromerzeugung. Die Stromproduktion aus Sonnenenergie hat ihre Rekordfahrt fortgesetzt. Nur sehr aufmerksame Leser haben bemerkt, dass es beim Wind nicht so gut aussieht. Die Grafik unten zeigt sehr schön den kontinuierlichen Ausbau der Windenergie. Die installierte Kapazität hat 78 Gigawatt oder 78 Millionen Kilowatt erreicht:

Sieht man sich die erzeugten Strommengen an, dann haben die in den letzten beiden Jahren sogar auf zuletzt 132 Terrawattstunden, das sind 132 Milliarden Kilowattstunden, abgenommen, anstatt anzuwachsen:

Das kann eigentlich nur damit zusammenhängen, dass der Wind nachgelassen hat. Ob der Trend anhält ist noch unklar. Auf alle Fälle gibt es deutliche Schwankungen, die dann durch andere Energiequellen kompensiert werden müssen. Diese Mengen können nur über grünen Strom aus Wasserstoff bereitgestellt werden.
Für die Fachleute noch eine interessante Anmerkung: Die Anzahl der Volllaststunden, die sich aus erzeugtem Strom und installierter Leistung errechnet, war letztes Jahr deutlich niedriger, als das was sonst berichtet wird. Bei onshore Wind waren 1.550 Stunden und bei offshore Wind 2.690 Stunden.
Vielen behaupten, dass wir dann aus anderen Ländern Windstrom importieren können. Aber auch für ganz Europa hat sich die Stromerzeugung aus Wind im Jahr 2025 um vier Prozent reduziert. Auch die Stromerzeugung aus Wasserkraft ist zurückgegangen: Bei den anhaltenden Trockenperioden fehlt das notwendige Wasser in den Flüssen.
Grafiken aus Energy Charts


