Als leidenschaftliche Kaffeetrinkerin bleibe ich immer wieder bei Nachrichten rund um das Thema Kaffee hängen. So auch bei einem aktuellen Bericht von Asia News Network: In der laotischen Provinz Champasak wurde die erste wasserstoffbetriebene Kaffeerösterei Asiens eröffnet.
Kaffee zählt zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Exportprodukten des Landes. Er bringt Laos jährlich mehr als 200 Millionen US-Dollar ein und sichert vielen Menschen im ländlichen Raum ein Einkommen.
Üblicherweise werden fossile Brennstoffe zum Rösten der Bohnen verwendet. In der neuen Anlage kommt stattdessen heimischer und grüner Wasserstoff zum Einsatz. Bei dessen Verbrennung entsteht lediglich Wasserdampf, sodass der Röstprozess CO₂-frei ablaufen kann.
Das Projekt ist in einer Partnerschaft zwischen einem japanischen Unternehmen unter der Leitung von Ryutaro Nishio, lokalen Kaffeeproduzenten und der laotischen Regierung entstanden. Eine Pilotanlage ist bereits seit dem vergangenen Jahr in Betrieb.
Ein entscheidender Vorteil für Laos liegt in der Energieversorgung des Landes: Das Land verfügt über umfangreiche Wasserkraftressourcen, die es ermöglichen, Wasserstoff relativ günstig herzustellen. Dadurch kann man diese Technologie auch in der Lebensmittelverarbeitung einsetzen.
Nach dem erfolgreichen Start der Pilotanlage wird bereits über den nächsten Schritt nachgedacht. Geplant ist eine größere Rösterei mit einer Kapazität von rund 5.000 Tonnen pro Jahr, die voraussichtlich im nächsten Jahr in Betrieb gehen soll.
Neben der technologischen Innovation hat das Projekt auch eine wirtschaftliche Dimension. Eine höherwertige Verarbeitung und eine klimafreundliche Produktion könnten laotischem Kaffee den Zugang zu internationalen Premium-Märkten erleichtern – und somit auch die Einkommen vieler Kaffeebauern verbessern.
Das Projekt aus Laos zeigt, dass sich Wasserstoff auch in Bereichen einsetzen lässt, die bei uns bislang kaum im Fokus stehen.
Bild: Petra Boeger mit KI generiert


