Totgesagte leben länger! Offensichtlich wird es jetzt wirklich ernst. BMW hat Einzelheiten der Pläne zur Einführung seines Wasserstoff Antriebs vorgestellt.
Und zwar sollen nun die neuen Fahrzeuge mit unterschiedlichen Antriebsystemen alle auf der selben Montagelinie zusammengebaut werden können. Extra dafür hat BMW kleinere Druckbehälter entwickelt, die genau im gleichen Bauraum Platz finden in dem bei den Batterie-elektrischen Varianten die Zellen eingebaut werden. Mit diesem Trick gelingt es in Zukunft sehr flexibel auf den von den Kunden bestellten Variantenmix zu reagieren. Auf diese Weise kann man die hohen Investitionen für die Fahrzeug-Montagelinie wesentlich besser ausnutzen.
Im gleichen Zug hat BMW das Fassungsvermögen der CFK Wasserstoff Tanks insgesamt um die Hälfte auf jetzt sieben kg erhöht mit einem bei PKW üblichen Fülldruck von 700 bar. Damit kommt ein X5 mit nur einer kurzen Füllung an der Tankstelle auf gute 750 km Reichweite.
Ein Wehrmutstropfen bleibt allerdings. Wenn man nun sieben statt der üblichen zwei oder drei Druckbehälter mit zusätzlichen Leitungen und Anschlüssen verbinden muss ist der Aufwand für die Montage und auch für die Sicherstellung der Qualität um Einiges höher.
Nach Aussagen von BMW werden die ersten serienmäßig gebauten X5 Geländewagen mit Brennstoffzellen nun im Jahr 2028 auf den Markt kommen. Die Fahrzeuge werden übrigens in Zusammenarbeit mit TOYOTA gebaut, die Ihre Brennstoffzellen schon in der dritten Generation sehr kompakt und effizient weiterentwickelt haben.
Lassen wir uns überraschen wie sich die Anzahl der Bestellung entwickeln wird und auch welche weiteren BMW Modelle als nächstes mit Brennstoffzellen Varianten angeboten werden.
Titelbild: Das neue flache H2 Rohrbündel für den Einbau im Fahrzeug-Unterboden. Pressebild BMW


