Wasserstoff für die Bodensee-Region

In einer kürzlich veröffentlichten Studie der e-mobil BW werden die Fakten zur Wasserstoffversorgung Baden-Württembergs aktualisiert.

Unsere Primärenergieversorgung basiert heute zu 70 Prozent aus dem Import von fossiler Energie. Wie kritisch das werden kann, konnten wir im jetzt mehr als 4 Jahren dauernden Krieg Russlands gegen die Ukraine erleben. Mit den aktuellen Entwicklungen in der Golf-Region gewinnt das Thema nochmals dramatisch an Bedeutung. Manche glauben, dass wir in unserer Region nur genügend Sonnen- und Windenergie installieren müssen, dann sind wir unabhängig. Das ist mehr als naiv.

Wir werden auch in Zukunft Energie importieren müssen und das aus sehr sonnen – und windreichen Regionen wie dem Mittelmeerraum. Dieser Import funktioniert am besten und kostengünstigsten in Form von Wasserstoff über das vorhandene europäische Erdgasnetz. Wasserstoff hat den großen Vorteil der einfachen, saisonalen Speicherung. So wurde kürzlich die Befüllung einer Salzkaverne mit rund 90 Tonnen Wasserstoff im Niedersächsischen Etzel erfolgreich abgeschlossen (siehe link).

Die e-mobil BW Studie informiert über den Stand der Aktivitäten und ist es wert, gelesen zu werden. Interessant fand ich diese Tabelle, die zeigt, dass die Inbetriebnahme der Wasserstoff-Pipelines für unsere Region gar nicht mehr so weit weg ist:

Da wäre es doch höchste Zeit, dass sich die Kommunalpolitik in der Bodensee-Region mit dem Thema intensiv auseinandersetzt.

Gerne können wir von e2connect/Bodensee die notwendigen Informationen aufbereiten und bei Bedarf auch gerne unterstützen.

 

Titelbild: e-mobil bw

 

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