Ein Gastbeitrag von Bene Müller, Gründer und Vorstand der solarcomplex AG aus Singen
In der aktuellen Phase der Energiewende geht es nicht nur darum, wieviel neue regenerative Erzeugungskapazität gebaut wird, sondern zunehmend auch darum, wo und in welchem Zusammenspiel. Erzwungen wird dies von begrenzten Netzkapazitäten und negativen Börsenstrompreisen.
Das regionale Bürgerunternehmen solarcomplex realisiert nun zum ersten Mal den Anschluss eines neuen Solarparks mit rund 5 MW und eines Batteriegroßspeichers am NVP (Netzverknüpfungspunkt) seiner bestehenden Windkraftanlage mit 2,3 MW. Die Bauarbeiten bei St. Georgen laufen, die Inbetriebnahme ist für Ende 2026 oder Anfang 2027 geplant. Da Wind und Sonne extrem gegenläufig erzeugen, wird die kumulierte Leistung der beiden Erzeugungsanlagen so gut wie nie erreicht, die Simulation geht von 2 Prozent der Jahresstunden aus. Um überhaupt keine Abregelung hinnehmen zu müssen, wird zusätzlich eine sinnvoll dimensionierte Groß-Batterie installiert. So wird die verfügbare Leistung des Netzverknüpfungspunkts von 3,8 MW bestmöglich genutzt. Der gezielte Anschluss solcher Hybrid-Kraftwerke an die bestehenden Netzverknüpfungspunkte kann die volkswirtschaftlichen Kosten für Netzausbau signifikant reduzieren und sollte daher forciert werden.
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