Tempo 80 auf Schweizer Autobahnen

Schon wieder Tempolimit. Letzten Freitag hatte ich dazu einen emotionalen Beitrag geschrieben und diesen auch auf LinkedIn gepostet. Die Resonanz war riesig!

In diesem Beitrag hatte ich auch auf das Thema Versorgungssicherheit beim Sprit hingewiesen. Jetzt hat das Schweizer Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung in der aktuellen „Lageübersicht der Wirtschaftlichen Landesversorgung“ elfmal das Wort „angespannt“ verwendet, wie die Süddeutsche Zeitung berichtete. Aufgrund des niedrigen Wasserstandes des Rheins ist es derzeit nicht möglich, die Schweiz wie üblich per Schiff mit Benzin, Kerosin und Diesel zu versorgen.

Beim Betrachten des typischen Verlaufes des Bodensee-Pegels und damit auch dem  des Rheins, ist bis zur Schneeschmelze im April nicht mit einer Entspannung der Versorgungslage zu rechnen. In diesem Fall würden auch die jetzt genutzten strategischen Reserven nicht ausreichen.

In der Schweiz gibt es keinen Preisdeckel und keine Subventionen für fossile Kraftstoffe. Inzwischen ist allerdings eine intensive Diskussion zur Reduktion des Tempolimits von 120 auf 80 km/h auf Autobahnen entbrannt. Damit könnte man den Verbrauch an Sprit deutlich reduzieren. Solch eine Diskussion würde ich mir auch in Deutschland wünschen. Vielleicht hilft das beim Aufwachen. Sobald die Versorgung mit Sprit nicht mehr ausreicht, müssen wir darüber nachdenken, wer dann das knappe Gut zuerst bekommt: Rettungskräfte, Lebensmitteltransporte, Militär ….?

In dem Lagebericht der Schweizer steht auch, dass die vielen Speicherseen in den Alpen einen niedrigen Wasserstand haben. Damit könnte es auch bei der Stromversorgung im Winter eng werden.

Mein Fazit:

Der Mensch hat mit dem zügellosen Verbrennen von fossilen Kraft- und Brennstoffen das Klima aufgeheizt. In Folge verschwinden mit den Gletschern auch die so wichtigen Wasserspeicher in den Alpen. Zusammen mit langanhaltenden Hitzeperioden führt das zu einem Wassermangel und in Folge zu den angesprochenen Versorgungsengpässen, oder: Die Natur schlägt zurück!

 

 

 

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