Heute morgen traute ich meinen Augen nicht: Es gibt sie doch noch, die Diskussion zum Tempolimit auf Deutschen Straßen. Der Automobilclub Verkehr hatte 6.000 AutofahrerInnen zu ihrer Meinung über ein Tempolimit befragt. Fast zwei Drittel der Frauen und 54 Prozent der Männer befürworten ein Tempolimit.
Aufwachen, liebe Politiker! Bei diesen Zahlen könnt ihr in der Wählergunst nur gewinnen!
Alle unsere Nachbarn haben schon vor Jahrzehnten ein Tempolimit eingeführt und niemand stört sich daran. Nur in Deutschland scheinen die Hersteller von „sportlichen“ Premiumfahrzeugen die „Freiheit“ des schnellen Fahrens als unverzichtbar anzusehen. Beim Blick auf die Geschäftsentwicklung der Premiummarken scheint diese Strategie nicht aufzugehen – Aufwachen, liebe Vorstände.
Die aktuellen Zahlen zu den CO2-Emissionen im Verkehr machen deutlich, dass die vereinbarten Ziele für 2030 inzwischen unerreichbar sind, trotz vieler anders lautender Sonntagsreden der Politiker und Verbände. Mein Analyse der Zahlen für Baden-Württemberg in der letzten Wochen waren eindeutig. Das gilt auch für Deutschland!
Gleichzeitig haben wir alle – nicht nur der Präsident der USA – ein Problem bei der Versorgung mit Sprit, über das nur wenig berichtet wird. Die Subvention der Benzin- und Dieselpreise hilft sicherlich nicht beim Sparen eines knapper werdenden Produktes, vom geopolitischen Erpressungspotential ganz zu schweigen. Subventionen sind da nur ein Beruhigungsmittel für die Bevölkerung. Das Aufwachen könnte sehr unangenehm werden.
Fazit
Ein Tempolimit kann sehr schnell eingeführt werden, kostet nichts, reduziert die CO2-Emissionen und hilft bei der Versorgungssicherheit. „Macht mal richtig und nicht immer nur Pillepalle“ hatte unsere Lieblingskanzlerin ihren Klimapolitikern schon 2019 ins Stammbuch geschrieben.


