ÖBB senkt Ladepreise bei Park&Ride Anlagen

Diese Nachricht zu den Ladepreisen bei der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) fand ich doch sehr spannend. Stellen Sie sich Folgendes vor: Sie haben zu Hause keine Möglichkeit Ihr E-Auto zu laden, mit dem Sie täglich zum nächsten Bahnhof und dann mit dem Zug zur Arbeit in die nächste Stadt fahren. Am Morgen stecken Sie aber ihr Auto auf dem Park&Ride Parkplatz an der Ladesäule an und bei der Rückkehr am Abend ist Ihr Auto vollgeladen und bereit für den Start in den Feierabend. Für die vielen Pendler ist das ein sehr charmanter Gedanke. Auch für Touristen ist das Park&Ride&Charge eine attraktive Option: Statt im Stau auf der Autobahn zu stehen, kann man mit der Bahn gemütlich zum geplanten Wanderausflug oder Museumsbesuch fahren. Wieder zurück, ist das Auto vollgeladen.

Die ÖBB senken jetzt die Tarife für das Laden von E-Fahrzeugen an ihren Park&Ride-Anlagen ab Anfang Mai 2026 um 11 Cent pro Kilowattstunde auf dann 0,30 Euro pro kWh. Das entspricht in etwa dem Strompreis, den Haushalte in Österreich zahlen.

Aktuell stehen 233 E-Ladepunkte mit einer Ladeleistung von bis zu 11 kW in ganz Österreich zur Verfügung. In den nächsten beiden Jahren sollen noch 100 weitere Ladepunkte hinzukommen. Der ÖBB Bahnkunde kann bis zu 14 Stunden an der Ladesäule stehen bleiben, ohne eine Blockiergebühr bezahlen zu müssen.

Auch an deutschen Bahnhöfen findet man immer mehr Ladestationen. Wie das dort mit der Blockiergebühr gehandhabt wird, konnte ich noch nicht herausfinden. Die üblichen vier Stunden, nach denen man eine Blockiergebühr bezahlen muss, ist für Park&Ride keine sinnvolle Option.

Und wie ist das an Flughäfen? Auch dort findet man immer mehr Ladesäulen, an denen dann das Auto für 48 Stunden ohne Blockiergebühr stehen bleiben darf. Für Urlaubsreisen gibt es das „Valet Parken„: Man gibt sein E-Auto einfach an einer Station ab und holt es nach dem Urlaub vollgeladen wieder ab. Am Flughafen in München wird dafür eine Gebühr von 74 € fällig. Das ist vermutlich der kleinste Teil des Urlaubsbudgets.

Es gibt sehr viele einfache Möglichkeiten, um die Elektromobilität attraktiv zu machen – man muss sie nur umsetzen.

 

 

 

 

 

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