Wenn bei mir oft mehrere Bücher übereinander „Schlange stehen“, um gelesen zu werden, verstehe ich das in der Regel als hilfreiche Erinnerung. Zuletzt waren das zwei Bücher, die zwar von den gleichen Besorgnis erregenden Grundannahmen bezüglich der Klimagefahren ausgehen, die dabei jedoch zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen kommen.
Im ersten Buch – „Deutschland 2050“ – heißt es im Vorwort:
„Die Zukunft ist auch nicht mehr, was sie mal war
Deutschland wird heißer. Es wird zugleich trockener und nasser-und unser Leben unsicherer. Es drohen horrende Kosten für die Anpassung an ein verändertes Klima-und mehr gesellschaftliche Ungleichheit. Bauern, Forstwirte, Architekten – Klimawandel bedeutet auch eine radikale Entwertung von Erfahrungswissen. Klimaschutz mag wirken wie ein Totalumbau des Landes. In Wahrheit sorgt er dafür, dass nicht alles völlig anders wird .“
Man ahnt: Hier geht es vor allem um wissenschaftlich fundierte Daten, die aber erstaunlich verständlich präsentiert und – bei allem inhaltlichen Ernst – kurzweilig geschildert werden.
Ein ziemlich anderer Ansatz dann im Buch Nummer 2: „Das beste Europa aller Zeiten“
Die beiden jungen Autoren setzen gerade auch in Bezug auf die vielfachen Auswirkungen des Klimawandels auf Methoden, die sich bereits in anderen europäischen Ländern (siehe Estland, Skandinavien etc.) längst bewährt haben – und so leider auch die Schwerfälligkeit und Fantasielosigkeit sowohl in Berlin als auch in Brüssel umso deutlicher vorführen.
Hierzu schreibt der Verlag:
„Peter Jelinek und Katja Sinko haben viel Zeit im EU-Parlament und beim Vermitteln der europäischen Idee verbracht und blicken anders auf Brüssel als die meisten von uns. Wo andere Europa als Hinderungs- und Bürokratiemonster sehen, sehen sie das Potenzial für uns alle. Europa kann das Leben von Millionen Menschen besser, fairer und lebenswerter machen, wenn wir nur gemeinsam anpacken. Statt den Trumps dieser Welt hinterherzulaufen, laden sie ein zum neuen und europäischen Denken. Eine europäische Auszeit zum Abbau von Vorurteilen, eine EuropaCard für klimafreundliche Mobilität, Bürger:innenpostfach statt Bürokratiefrust – Ideen, die bereits in Dänemark oder anderswo erprobt wurden. Jetzt wird es Zeit, sie europäisch umzusetzen.“
Fazit: Lebensqualität durch Klimaschutz schaffen!


