Der traurige Clown

Die Krieger um die fossilen Energien sind wieder voll in ihrem Element. Es geht ihnen nur um kurzfristige Gewinne mit Öl und Gas. Und es funktioniert wieder prächtig.

Hau‘ drauf auf Venezuela (das Land mit den größten Ölreserven der Welt). Hau‘ drauf auf den Iran (das Land mit den viertgrößten Ölreserven nach Saudi-Arabien und Kanada). Die USA haben zwar geringere Reserven, sind aber aktuell die Nummer eins in der Produktion und dem Verkauf von Erdöl und Erdgas. Sie profitieren deshalb am meisten von einem Preisanstieg. Gleichzeitig stören sie damit auch temporär die Versorgung und Verteilwege ihres chinesischen Gegenspielers.

Der traurige Clown Donald in Amerika kann nicht viel. Aber Daytrading ist sein Ding. Dafür muss man keine Strategie haben, sondern nur mal kurz draufhauen und die Vorteile der Erschütterungen mitnehmen (wie er das auch schon mit den willkürlichen Zolländerungen versucht hat).

Für uns ist das eine Warnung, dass wir uns so schnell wie möglich von Öl und Gas lösen, damit wir resilient werden und diese brutalen Krieger sich nicht weiter auf Kosten der ganzen Weltbevölkerung bereichern können. Auch die Kosten der Kriege und deren Opfer bezahlen wir alle nicht nur mit unseren Steuern, sondern auch mit unseren Menschenleben. Die Gewinne fließen direkt in die Privatkassen dieser senilen Brandstifter.

Fadenscheinige Argumente wurden früher gerne vorgeschoben, um diese Kriege zu beginnen. Mittlerweile spart sich die US-Regierung selbst dies aus völliger Ignoranz und Überheblichkeit gegenüber der Meinung der Welt. Es gibt auch keine Idee, was am Ende herauskommen soll. Wenn wir uns das weiter gefallen lassen, dann gehen die Kriege in den kommenden Jahrzehnten weiter bis zum allerletzten Tropfen Öl.

Hier noch ein Wort an alle vernünftigen Grossinvestoren: Erneuerbare Energie-Projekte lohnen sich jeden Tag mehr, da sie gegenüber fossilen Energieträgern, die ihren hohen Preis durch brutale Kriege aufrecht erhalten, berechenbarer sind und immer günstiger werden.

 

Titelbild: Eshak Angell @ unsplash.com

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2 Kommentare

  1. Heute, 6.3.26 ist ab jetzt bei uns Beginn der Energieautarkie bis einschl. Oktober. Aber selbst in der Winterzeit deckt die Sonne ca. 41 % im November, 20 % im Dezember und Januar und 45% im Februar des gesamten, wiederhole, des gesamten Energiebedarfs für Heizung, Warmwasser, Haushaltsstrom und E-Auto.

    1. Auch ich habe mich über den wieder zunehmenden PV-Strom gefreut. Trotz E-Auto und Batteriespeicher bleibt an einer zunehmenden Anzahl von Tagen Sonnenstrom übrig, der eingespeist werden muss und hoffentlich jemand anderes brauchen kann. Letztes Jahr wurden in Bayern mehr als 2 Milliarden Kilowattstunden Sonnenstrom vernichtet, weil es keinen Abnehmer dafür gab. Den hätten wir wunderbar in Form von Wasserstoff für den kommenden Winter speichern können und damit sehr viel Geld eingespart.

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