Schaffen wir die Renaissance der PV-Industrie?

Im pv magazine war kürzlich zu lesen, dass deutsche Unternehmen wesentliche Teile des Produktionsequipments für eine neue Solarzellenfabrik des indischen Herstellers EMMVEE geliefert haben.
Die Produktionslinie in Bangalore verfügt über eine Jahreskapazität von 1,4 Gigawatt. Zum Einsatz kommen Anlagen der deutschen Unternehmen Centrotherm, Rena Technologies und Halm.
Das International Solar Energy Research Center Konstanz (ISC Konstanz) unterstützte den Hochlauf mit Dienstleistungen im Bereich der Prozessintegration und des Technologietransfers.
Geliefert wurden zentrale Teile der Fertigungstechnologie für moderne Solarzellen.

Deutsches Know-how ist in der Solarindustrie gefragt. Forschungseinrichtungen, Maschinenbauer und Technologieunternehmen aus Deutschland gehören zu den Pionieren und sind an Projekten beteiligt, die weltweit neue Produktionskapazitäten schaffen.

Wir sprechen seit Jahren über den Ausbau der Solarenergie,
wir sprechen über industrielle Wertschöpfung und
wir sprechen darüber, wie wir bei Zukunftstechnologien unabhängiger werden können.

Vielleicht sollten wir auch darüber sprechen, was uns davon abhält, solche Fabriken in Deutschland zu bauen?

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2 Kommentare

  1. Was hält uns davon ab ?
    Ganz einfach, wir sind zu teuer !
    Teure Personalkosten (Arbeitszeit, Urlaubs- und Krankheitstage), Teure Energie (höchste Strompreise), Teure Bürokratie, hohe Steuern. Und eine Staatsquote von über 50%.

    Die jetzt von Schwarz/Rot im Kabinett beschlossenen Reformen sind ein Anfang, das zu ändern.
    Es wird aber noch lange nicht reichen.

    1. Die Fabriken laufen inzwischen vollautomatisch – brauchen nur wenig Personal
      Energieintensive Vorprodukte wie Polysilizium kann man ja importieren.
      Wir könnten so eine Fabrik auch nach Portugal stellen, da gibt es viel billigen grünen Strom.

      Es scheint eher ein kulturelles Problem der Europäer zu sein.

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