80 Prozent

Das scheint eine magische Zahl zu sein, über die ich immer wieder stolpere. Hier einige Beispiele:

So hat die Deutsche Umwelthilfe kürzlich herausgefunden, dass 80 Prozent der Stadtbusse in den 40 größten deutschen Städten mit Diesel fahren. Freiburg hat bereits mehr als die Hälfte ihrer Flotte elektrifiziert, aber Augsburg hat immer noch 100 Prozent Diesel-Busse im Einsatz. Bei allen Städten liegt der Anteil der Dieselbusse sogar bei  86 Prozent. Viele Städte wollen bis 2030 noch Diesel-Busse kaufen, solange eben die Haus-und Hoflieferanten Dieselbusse herstellen und die seit 2019 geltende Clean Vehicle Directive das auch noch erlaubt. 2030 müssen dann 90 Prozent und ab 2035 100 Prozent der mit öffentlichen Mitteln beschafften Fahrzeuge emissionsfrei sein. Vielleicht geht es mit dem immer knapper und teurer werdenden Diesel auch schneller!

Rund 80 Prozent aller Heizungen sind falsch eingestellt und verbrauchen sehr viel mehr an fossilen Brennstoffen als eigentlich notwendig. Das macht sich bei den meist der großen und oft alten öffentlichen Gebäuden besonders bemerkbar. Die Kommunalpolitiker reden sich aber lieber über teure Wärmepumpen und noch teurere Wärmenetze die Köpfe heiß, anstatt den einfachen und sehr schnellen Weg der Überprüfung und richtigen Einstellung der vorhandenen Heizungsanlagen zu gehen. Damit lässt sich nicht nur CO2, sondern auch sehr viel Geld einsparen!

80 Prozent aller Gewerbeimmobilien haben keine Solaranlage auf dem Dach. Zu den vorbildlichen 20 Prozent gehört auch die Leimholz Haag AG in Steinach am südlichen Bodenseeufer gelegen, die jetzt die  520 kWp Solaranlage mit einem Batteriespeicher mit einer Kapazität von 394 kWh ergänzt hat. Damit kann die Firma jährlich 35.000 CHF an Energiekosten und 235 Tonnen an CO2 einsparen.
Daran sollten sich unsere Kommunen und Landkreise ein Beispiel nehmen: Nur 1 Prozent der öffentlichen Gebäude (Schulen, Verwaltung etc.) haben in Deutschland eine Photovoltaik auf dem Dach. Gerne wird der Denkmalschutz als Problem angeführt. Auch dafür gibt es inzwischen attraktive Lösungen mit roten PV- oder PVT-Modulen.

Fazit: Es gibt ein unglaublich großes Potential an Einsparungen von fossilen und immer teurer werdenden Kraft- und Brennstoffen. Regional handeln ist das Motto!

 

Titelbild: Vorbildlich, die Fassaden PV eines renovierten Gebäudes der GWG Lindau

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