Jahrhundertproblem gelöst: unbegrenzte Reichweite für PKW ohne Kraftstoff oder Strom – und vor allem: kostenlos!

Neugierig geworden? Verständlich. Natürlich ist eine solche Schlagzeile Humbug, auch wenn sie für den ein oder anderen Journalisten vielleicht sogar verlockend ist. Sie ist aber bestimmt ein willkommenes Fressen für all diejenigen, die auf (un)sozialen Medien mit Fakenews arbeiten und nach Aufmerksamkeit um jeden Preis lechzen.

In einem sehr lesenswerten Beitrag in der Zeit zu Desinformationen im Kontext des Klimawandels, wird  auch das sogenannte „Bullshit-Asymmetrie-Prinzip“ erklärt, das dem italienischen Informatiker Alberto Brandolini zugeschrieben wird. Es bedeutet im Grunde nichts anderes als die Feststellung, dass es eines ungleich viel höheren Energieaufwandes bedarf, den verbreiteten „Bullshit“ zu widerlegen als ihn in die Welt zu setzen. Denn jede*r weiß: irgendetwas davon bleibt immer hängen.

Auch wir von e2connect werden oft mit Aussagen, Artikeln oder politischen Äußerungen konfrontiert, bei denen deutlich wird, dass es den Verfassern eigentlich weniger um die Wahrheit geht, als vielmehr darum, aufzufallen oder sogar die Adressaten von etwas Fragwürdigem zu überzeugen – und sei es noch so oberflächlich oder gar abwegig.

Besonders bewußt wird uns dann manchmal das eigentlich Vergebliche unserer ehrenamtlichen Arbeit, die wir in dieser Form vor genau 5 Jahren begonnen haben: Demnächst sind es nämlich genau 1.000 faktenbasierter Blogbeiträge, von denen Sie gerade einen lesen. Natürlich freuen wir uns über die zunehmende Anzahl der Reaktionen der Abonnenten unseres Newsletters und die Diskussionen, die sie dann besonders auf Linkedin auslösen.

So hat etwa neulich jemand auf den eindrucksvollen Beitrag von Werner Tillmetz (Das Dilemma der traditionellen Industrie bei disruptiven Innovationen“ ) geschrieben: „Diese Beiträge sollten Pflichtlektüre für Politiker sein.“ Insgeheim aber hofft man natürlich, dass es nicht nur die ohnehin gut informierten Leserinnen und Leser sind, die über die zahlreichen Probleme bei Fragen der Mobilität Bescheid wissen oder zumindest ihren „Horizont“ erweitern wollen. Sondern dass es in der Tat gerade auch diejenigen wären, die den entscheidenden Hebel in der Hand halten, um der Einsicht in die vielen gefährlichen Entwicklungen beim Thema „Klima und Umwelt“ auch Taten und mutige Entscheidungen folgen zu lassen: Also vor allem Politiker, CEOs – und eben auch Journalistinnen und Journalisten, die sich ihrer Verantwortung bewußt sind. Denn Bullshit bleibt Bullshit, auch wenn er Aufmerksamkeit und Quote erzeugt.

 

Bild: ChatGPT

 

 

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