Das sind meine persönlichen Erkenntnisse aus den Vorträgen:
Herr Unterseer vom Gasnetzbetreiber bayernets hat überzeugend dargestellt, dass seine Branche eine klare Strategie hat und diese auch sehr konsequent umsetzt. So wird noch dieses Jahr ein erster Abschnitt des Wasserstoffnetzes in Südbayern in Betrieb gehen (Projekt HyPipe One in Burghausen). Viele Akteure in der Deutschen Fachszene scheinen das aber nicht zu kennen oder es scheint für sie keine Rolle zu spielen. Genau jetzt hätten wir noch etwas Zeit um das komplette Ökosystem Wasserstoff (Erzeugung, Transport und Nutzung) hochzufahren, so wie es China gerade macht. Damit ließe sich relativ einfach das geopolitisch sehr heikle und klimafeindliche Methan durch grünen Wasserstoff ersetzen. Nebenbei lassen sich damit noch Hunderte vom Milliarden Euro für den Ausbau des Stromnetzes einsparen. In Zeiten der leeren Kassen sollte diese Botschaft alle elektrisieren.
Eine wichtige Information für die Bodenseeregion:
Die Bundesnetzagentur, die gerade die Netzausbaupläne der Gasnetzbetreiber prüft, schlägt eine Verschiebung der Fertigstellung der Wasserstoff-Leitung von Ingolstadt nach Lindau von 2032 nach 2035 vor. Es gäbe noch zu wenig konkrete Projekte um die Investitionen zu rechtfertigen. Da besteht massiver Handlungsbedarf für unserer Region!



