Paul Grunow, erfahrener Investor im Bereich der Solarenergie, hat in einem bemerkenswerten Beitrag im PV-Magazin die Rolle von dezentral erzeugtem Wasserstoff analysiert. Mit der zunehmenden Elektrifizierung wird der unglaublich teure Ausbau des Stromnetzes zum Kostentreiber der Energiewende. Bezahlen müssen immer wir, die Stromkunden und Steuerzahler. Durch die dezentrale Erzeugung von Wasserstoff aus überschüssigem Strom und die saisonale Wasserstoff-Speicherung lassen sich die Kosten für den Netzausbau auf 30 Prozent reduzieren. Sein Fazit:
.… Die Kombination aus Batteriespeichern und Wasserstoff-Rückverstromung in Co-Location ist im Gesamtsystem um 45 Prozent günstiger als der weitere Netzausbau mit Stand-alone-Batteriespeichern und Gaskraftwerken.
Die Markteinführung Wasserstoff funktioniert am besten wieder über eine allgemeine Einspeiseregelung, also Einspeisung in das Kernnetz oder in umgewidmete Verteilnetze mit ehemals Stadtgas, etwa solche, deren Betreiber sich ohnehin vom Erdgas lösen wollen.
In diesem Zusammenhang gibt es zwei weitere, mutmachende Nachrichten:
Die Stadtwerke Stuttgart haben mit dem Bau einer rund vier Kilometer langen Wasserstoff-Pipeline entlang des Neckars begonnen. Sie soll grünen Wasserstoff vom geplanten Green Hydrogen Hub im Stuttgarter Hafen zu Abnehmern in drei Stadtbezirken transportieren. Hier gibt es mehr Informationen: link
Das alles sind auch sehr gute Nachrichten für die Hersteller von Elektrolyseuren: Der Markt entwickelt sich zunehmend dynamisch.
Titelbild: 5 Megawatt Elektrolyseur in Pfeffenhausen (Hy2B Hydrogen GmbH)


