Die Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) haben kürzlich in Villach/Kärnten Österreichs größte Flotte an Wasserstoffbussen in Betrieb genommen.
Die 35 Busse des ägyptischen Busherstellers MCV haben eine Reichweite von 400 km. Sie sind in einem topografisch anspruchsvollen Gelände auf Regional- und Überlandlinien unterwegs, unter anderem im Unteren Drautal, rund um den Faaker See und Ossiacher See, im Gegendtal, Rosental sowie im Raum Wernberg.
Die Brennstoffzelle mit einer Leistung von 100 Kilowatt kommt vom renommierten kanadischen Hersteller Ballard Power Systems und ist mit einer 117 Kilowattstunden Batterie gekoppelt. Die mit 40 Kilogramm Wasserstoff befüllbaren Tanks kommen vom norwegischen Hersteller Hexagon Purus.
Betankt werden die Busse auf der Betriebstankstelle in Villach. Die Wasserstoff-Tankstelle wurde vom österreichischen Unternehmen Wolftank errichtet. Versorgt wird diese vom regionalen Ener gieversorger Kelag, der am Gelände der Kärntner Restmüllverwertungs GmbH eine eigene Elektrolyseanlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff betreibt. Die 2 Megawatt Elektrolyseanlage wurde von der Deutschen Firma FEST GmbH geliefert und nutzt den Elektrolysestack der Firma Bosch.
Bei diesem Projekt wird sehr schön das für den Betrieb der Busse notwendige Ökosystem aus vielen international tätigen Unternehmen sichtbar. Für den Betrieb von Diesel-Bussen hat sich das analoge, sehr unterschiedliche Ökosystem (Förderung Rohöl, Raffinerien, Schiffstransport, Tankstellen ….) über die letzten einhundert Jahre entwickelt. Auch für Batterie-elektrische Busse braucht es ein entsprechendes Ökosystem, das neu aufgebaut werden muss.
Wichtig es auch an die regionale Wertschöpfung (=Arbeitsplätze) zu denken. In Villach ist es die heimische Wasserstoffproduktion, die den Import von fossilen Kraftstoffen erübrigt:
Das Geld bleibt im Land!
Bildquelle: ÖBB Pressemitteilung


